England-Reise Frühjahr 2011 [33]   Leave a comment

Und nachdem wir alles eingeräumt hatten, kam dann die Einweisung ins Boot und in die Technik. Hier erhält der Skipper gerade seine Anweisungen durch den übergebenden Mechaniker für die Überprüfung und Wartung der Maschine:

skipper & mechanic

Einweisung in die Wartung der Maschine: der Skipper lauscht aufmerksam

Was die Maschine angeht, so war nicht viel zu tun/beachten: am Ende des Tages die Welle schmieren und Bilge lenzen, sowie morgens, vor dem Start, Öl- und Kühlwasserstand überprüfen und ggf. nachfüllen [war übrigens während der gesamten 14 Tage unserer Tour nicht nötig].

Die Einweisung war übrigens effizient, routiniert und präzise, und ging der Länge nach durch’s Boot, angefangen vorne beim Anker und endend eben im Cockpit bei der Maschine. Alle wesentlichen Dinge wurden angesprochen. Unser Mechaniker beherrschte sein Fach: er machte alles aus dem Gedächtnis, überprüfte es aber abschließend anhand seiner Checkliste, damit er auch wirklich nichts vergessen hatte. Es half natürlich ungemein,  dass ich schon einmal ein solches Narrowboat gechartert hatte [was auch in den Unterlagen vermerkt war] und dass ich generell eine ziemliche Erfahrung im Umgang mit Booten habe. Aufgrund der Tatsache, dass ich schon einmal gechartert hatte, bekam ich auch weder eine Einweisung ins Manövrieren [das kann, bei der Länge und dem geringen Tiefgang plus relativ hohen Aufbau – so „segeln“ die Dinger ganz schön breitseits –  doch schon ziemlich trickreich sein] noch in die Bedienung der Schleusenmechanismen.

Bemerkung am Rande: auch bei unserem ersten Chartern gab es Beides nicht. Man hat uns wohl angemerkt, dass wir mit einem solchen Boot umgehen können würden. Nach meiner EDrfahrung haben Vercharterer für so etwas ein Gespür.

Für Neulinge – so haben wir gesehen, als wir zurückkamen – gibt es eine kurze Fahrstunde. Mit einem der Mechaniker an Bord wird abgelegt [das ist ja nun mal das geringste Problem, da man einfach loswirft und dann voraus fährt] und dann geht es hinaus auf den Stratford-on-Avon Kanal in Richtung Preston Bagot [also sozusagen „stromaufwärts“] und in einem der sogenannten „winding holes“ [das sind Verbreiterungen des Kanals, in denen man wenden kann] vor der ersten Schleuse wird dann gedreht und es geht wieder zur Basis zurück. Da – so haben wir beobachtet – wird dann aber nicht wieder angelegt, sondern der Mechaniker springt einfach, während das Boot in den Aquädukt [s. nächstes Bild] einfährt, an Land. Viel ist das als Einweisung nicht gerade, und wie wir auch beobachtet haben, könnten manche Charterer durchaus einen Kurs in „boat handling“ gebrauchen. Aber andererseits: bei nur 3 mph Höchstgeschwindigkeit kann ja auch nicht viel schief gehen. Und Land ist ja nie weit, und die Kanäle sind nun mal auch nicht gerade tief.

Veröffentlicht Dienstag, Juli 26, 2011 von Pit in England, narrowboats, Stratford-on-Avon Canal, Travel, Wootton Wawen Basin

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