England-Reise Frühjahr 2011 [52]   1 comment

Der Skipper wartet auf sein Abendessen:

Skipper

In Erwartung des Abendessens

Da sitzt er nun und harret der Dinge, die da kommen sollen.

Wie schon gesagt, wir waren ja zum Abendessen in einem leichten Nieselregen zum Pub „Masons Arms“ spaziert. Etwas mussten wir warten, weil die Küche noch geschlossen war, als wir ankamen. Das Restaurant öffnete erst um 18:30. Also haben wir uns in den Pub – in die Lounge Bar – gesetzt. Mary hat ein Diet 7-Up getrunken und ich habe mich – wie eigentlich immer in England – an ein „pint of bitter“ gemacht. Hobson’s war es dieses Mal.

Das Restaurant war – wie man im Bild sieht – durchaus gepflegt. Wir konnten – weil längst nicht alle Tische reserviert waren – uns einen aussuchen und haben einen Fenstertisch gewählt, auch wenn der Blick nur auf den Parkplatz ging. Das Restaurant erwies sich übrigens als gut gesucht: ziemlich schnell waren fast alle Tische besetzt. Gut, dass wir früh da waren. Und dann haben wir lecker gegessen:

Als Vorspeise gab’s für Mary eine Kartoffel-Lauch-Creme Suppe [eine ganz schön große Suppentasse voll] und für mich frittierte Champignons mit Knoblauch-Dip. Auch eine ganz schöne Portion. Als Hauptgericht hatten wir beide dann Schellfisch, frittiert in Hobson’s Bierteig, mit Fritten, Erbsen, Möhren und Rotkohl: alles sehr schmackhaft. Und wie wir es gerne haben: das Gemüse war al dente! Die Portionen waren übrigens überhaupt nicht klein, ganz im Gegenteil, und so war – da ja auch die Vorspeise nicht eben mickrig ausgefallen war, kein Platz mehr für einen Nachtisch: wir waren rundrum satt. Da sage noch einer etwas gegen die englische Küche! Ich möchte gerne einmal wissen, warum sich dieses Vorurteil immer noch hält.

Nach dem Abendessen ging’s dann – mittlerweile hatte der Regen übrigens aufgehört – zurück zum Boot, zu unserem ersten gemütlichen Abend an Bord. Und da habe ich erst einmal die Annehmlichkeit einer schön warmen Dusche genossen. Um auch den Kopf waschen zu können, musste man zwar entweder leicht in die Knie gehen oder aber die Handbrause aus der Halterung nehmen, aber das war ja kein Problem. Wichtig war, dass richtig schön warmes – wenn man wollte, sogar heißes – Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung stand. Auch noch interessant – vielleicht: der Boden der  Duschtasse lag schon unter dem Wasserspiegel draußen. Daher musste das Wasser immer abgepumpt werden, was aber kein Problem [elektrische Pumpe] war. Aus dem Handwaschbecken lief das Wasser dagegen – es lag ja schließlich auch höher – immer von selber ab.   Danach haben wir dann noch etwas gelesen, Musik gehört und ich habe noch ein Bier getrunken, und dann ging’s ab in die „Heia“: da war’s zuerst ein wenig kalt [wir hatten uns ja kräftig umgewöhnen müssen: von fast 40 Grad im Texas auf jetzt, in der Nacht, so um die 10 Grad], aber später, unter der Decke, wurde es gemütlich warm und wir haben beide prima geschlafen. Eigentlich hätten wir ja auch die Heizung anmachen können. Warum wir das nicht getan haben, ist mir schleierhaft. Aber was soll’s: gefroren haben wir ja nicht.

Veröffentlicht Dienstag, August 2, 2011 von Pit in England, englische Küche, Essen & Trinken, narrowboats, Pubs, Stratford-on-Avon Canal

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Eine Antwort zu “England-Reise Frühjahr 2011 [52]

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  1. grossartig. ich hätte in jedem pub meinem pintglas-mitgehenlassen-fetisch nachgeben müssen : )

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