England-Reise Frühjahr 2011 [95]   Leave a comment

Wir sind da: am Anchor Inn in Wyre Piddle

Anchor Inn

Anchor Inn, Wyre Piddle

Unser „Parkplatz“ für die Nacht – na ja, wir haben nicht im Inn, sondern natürlich an Bord übernachtet. Im Inn haben wir nur ganz vorzüglich zu Abend gegessen.

Zum Anchor Inn sagt unser Handbuch: „A good selection of real ales served in a 17th c[entury] pub. Home-made bar snacks and restaurant meals available.“

Apropos „restaurant meals„: ich habe mich an den traditionell britischen „bangers  &  mash“ [(Brat)würstchen mit Kartoffelpürree] mit einer Soße mit roten Zwiebeln gelabt, und Mary hatte ein Rumpsteak mit Peffersoße [ganze Pfefferkörner] mit Fritten und Champignons. Letztere habe ich natürlich bekommen, weil sie die ja nun mal gar nicht mag. Und als Nachtisch hatte wir beide „apple crumble with sultanas“ – aber ohne Sahne. Mary hebt in ihrem Tagebuch ganz besonders hervor, dass bisher in England alle Gerichte wirklich heiß auf den Tisch kamen. Ich schäme mich allerdings zu sagen, dass ich nicht mehr weiß, welches Bier ich getrunken habe. Ich erinnere mich nur, dass es – wie fast immer bei mir, wenn ich in England bin – es ein „bitter“ war.

Mit 10 Stunden auf dem Wasser [für insgesamt 27 Meilen und 13 Schleusen] war das bisher unser längster Tag. Wir waren damit, weil man auf dem Avon schneller [6 Meilen pro Stunde flussabwärts] als auf den Kanälen fahren darf, schneller als ich es mit 12,5 Stunden nach unserer Faustregel vorausberechnet hatte, aber langsamer als die 8 Stunden, die unser Computer-Routing angegeben hatte.

Beim allabendlichen Check der Stopfbuchse der Propellerwelle stellte sich dann heraus, dass diese nicht mehr so richtig zu schmieren war, weil sich das Fett schon vorher herausdrückte und so die eigentliche Stopfbuchse gar nicht mehr erreichte. Es tropfte immer noch Wasser in die Bilge, selbst wenn der Propellerschaft sich gar drehte. Das mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass wir des abends immer relativ viel Wasser in der Motorraumbilge hatten.
Bei der Gelegenheit kam auch zutage, dass der gesamte Motorraum voller Ruß war, was wohl daran lag, dass wir ein ziemliches Loch im Schalldämpfer hatten. Die heißen Abgase hatten sich durch die Isolierung gebrannt. Da es zu spät war, um an diesem Abend noch den Vercharterer anzurufen, war der Plan, dieses am nächsten Morgen zu tun und den Mechaniker nach Tewkesbury kommen zu lassen, damit wir  keinen Tag mit Warten in Wyre Piddle versäumen würden.

Nach unserem Abendessen haben wir dann unseren Heißwasserbereiter angemacht und danach eine wunderbar heiße Dusche genossen. Bei der Gelegenheit haben wir dann auch bemerkt, dass damit gleichzeitig die Zentralheizung anging, was aber durchaus willkommen war, weil es so warm denn doch nicht war, und wir außerdem die Gelegenheit nutzen konnten, unsere Badetücher auf den Heizkörpern zu trocknen.

Das Wetter an diesem Tag war übrigens gar nicht so übel: zunächst war es zwar etwas bedeckt, aber es klarte bald auf und wir hatten fast den ganzen Tag über strahlenden Sonnenschein mit schönen weißen – und auch ein paar grauen – Wolken. Dazu wehte eine leichte, allerdings etwas kühle Brise. Nur in der letzten Stunde gab’s dann ein ganz klein wenig Nieselregen. Unser – etwas verspätetes – Mittagessen haben wir übrigens während des Fahrens an Bord eingenommen: Mary hatte ein paar „turkey & ham sandwiches“ gemacht: lecker. Und ich habe mich fast wie in Texas gefühlt: mit Dr. Pepper zum Trinken.

Veröffentlicht Mittwoch, September 14, 2011 von Pit in England, englische Küche, Essen & Trinken, narrowboats, Pubs, Restaurants, River Avon, Travel

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