England-Reise Frühjahr 2011 [228]   Leave a comment

Nach unserer notgedrungen kurzen Pause bei den Redhouse Glassworks in Stourbridge ging es dann noch ein Stückchen weiter den Stourbridge Canal hinauf in Richtung Birmingham. Hier nun eine Detailkarte [Abdruck wie immer mit freundlicher Genehmigung von EurEauWeb] dieses Teilstücks mit den sage und schreibe 16 Schleusen auf gerade einmal etwas mehr als einer Meile:

Stourbridge Locks

Die 16 Schleusen von Stourbridge

Links unten im Bild sieht man gerade noch die Abzweigung des Stourbridge Town Arms, und direkt danach die erste [die tatsächliche Nummer ist übrigens 16, da von oben kommend gezählt wird] der sechzehn Schleusen, und nach der 4. Schleuse und der Brücke über die High Street markiert ein Stern die Redhouse Glass Works. Unser Maximalziel für diesen Tag, die Delph Locks, haben wir übrigens nicht erreicht, sondern wir haben nach Passieren des Samson & Lion Pubs, wo wir direkt leider nicht anlegen konnten, noch zwei weitere  Schleusen passiert und haben dann oberhalb Nummer 3 in der offiziellen Zählung und oberhalb der Straßenbrücke der Brierly Hill Road am Kanalufer festgemacht. Hier war es etwas breiter, weil gegenüber ein „winding hole“ [zu erkennen an dem kleinen schwarzen Dreieck], das ist eine verbreiterte Stelle im Kanal zum Wenden, war, sodass wir wirklich beruhigt liegen bleiben konnten, ohne die andere Schiffahrt zu behindern. Dieses Wendebecken war übrigens ganz gut von laut schnatternden Gänsen bevölkert, sodass wir uns auf eine unruhige Nacht gefasst machten, aber wir hatten unsere Ruhe – jedenfalls vor den Gänsen. Dafür haben wir dann aber des Öfteren einen Bums gespürt, wenn – nachdem ganz nett Wind aufgekommen war – das Boot ans Kanalufer rummste.

Bevor wir allerdings weiterfahren konnten, musste ich – wie in einem vorhergehenden Eintrag schon beschrieben – aber noch unsere Schraube von Unrat befreien. Ich hatte mir ja schon während der gesamten Zeit nach unserer Grundberührung bei der Ausfahrt aus der zweiten Schleuse nach Stourton Junction Sorgen um den Zustand unserer Schiffsschraube gemacht. Also habe ich die Abdeckung über der Schraube geöffnet – das geht ganz einfach, denn dieser Schacht liegt über der Wasserlinie und es kann also kein Wasser ins Boot laufen – und jede Menge Schilf und auch mehere zerfetzte Plastiktüten aus der Schraube gefischt. Man muss bei dem Ganzen nattürlich sicherstellen, dass die Maschine abgestellt ist und auch nicht von jemand Anderem gestartet werden kann, während man an der Schraube werkelt. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, hatte ich den Zündschlüssel abgezogen und in meine Hosentasche gesteckt. So konnte wirklich nichts passieren. Die Reinigungsprozedur hat übrigens wirklich gut geholfen.

Apropos Unrat in der Schraube und Grundberührung: je näher wir Birmingham kamen, desto dreckiger wurde der Kanal. Wir sahen immer mehr Gerümpel, das man einfach im Kanal „entsorgt“ hatte. Aber der Kanal wurde auch immer flacher, und sind mehrfach über den Boden „geschubbert“. Auch einen schwimmenden Holzklotz haben wir erwischt, der uns die Machine stoppte. Ich denke mal, dieses Teilstück des Kanals hatte dringend ein Ausbaggern nötig.

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