England-Reise Frühjahr 2011 [251]   Leave a comment

In diesem Bild hier sieht man, wenn auch bei Weitem nicht ideal, dennoch das Zugboot etwas besser:

butty

Butty Boat und Schlepper

Insgesamt waren 5 Mann Besatzung auf den beiden Booten. Ob das auch früher die reguläre Besatzung war, möchte ich bezweifeln, denn so viel würde der Transport bestimmt nicht abwerfen,  um die alle zu entlöhnen. Trotz der insgesamt 5 Mann hatten die Jungs übrigens – bei dem herrschendem ziemlich starken (Seiten) wind – manchmal ganz erhebliche Probleme, den Schleppzug um Kurven und unter Brücken hindurch zu manövrieren. Das Butty Boat driftete doch ganz schön stark seitlich ab, und manchmal wurden sie dann auch auf’s Ufer gedrückt und kamen kaum davon los. Unter einer Brücke – mit einem durch den Brückenpfeiler zweigeteilten Fahrwasser – brachte das nicht nur sie, sondern auch uns in Schwierigkeiten. Eigentlich wollten wir hinter ihnen bleiben und das rechte Fahrwasser benutzen, aber dann wurden sie auf’s Ufer gedrückt und saßen da fest. Sie haben uns dann auf das linke Fahrwasser gewiesen, aber genau mitten unter der Brücke, mit einem starken ablandigen Wind schräg von vorn, hat unsere Schraube mal wieder Unrat eingesammelt und unser Vortrieb fiel fast gänzlich aus. Mit dem bischen was wir noch hatten und der Restfahrt habe ich es wenigstens bis ans Kanalufer geschafft, aber da war absolut nichts zum Festmachen. So blieb uns dann nichts Anderes übrig, als mit den Leinen das Boot am Ufer zu halten – eine ganz schön schwere Aufgabe für Mary, da ich mich ja um die Schraube kümmern musste. Ich habe also mal wieder den Schraubenschacht [die Engländer nennen das übrigens „weed hatch„] geöffnet und fand ein großes Stück sehr zäher Plastik [es könnte eine Fußmatte aus einem Auto gewesen sein] um die Schraube gewickelt. Gott sei Dank war es, eben weil es so zäh war, nur relativ lose m die Schraube gewickelt undich konnte es ganz einfach los bekommen, so dass wir schnell wieder flott waren und diese Engstelle, die wir fast blockierten, wieder frei machen konnetn. Trotzdem:wir waren um eine unangenehme Erfahrung reicher.

Das war dann bisher das dritte Mal in drei Tagen, dass ich die Schraube von Unrat befreien musste. Auf der(selben) Tour zehn Jahre vorher war das nicht ein einziges Mal notwendig gewesen. Die Kanäle – insbesondere in Birmingham und Umgebung – waren wirklich voll von Gerümpel. Wir fanden auch mal wieder einen Einkaufswagen mitten im Kanal. Das scheint ein besonders beliebter Sport bei Jugendlichen zu sein, diese bei einem Supermarkt zu klauen und dann in den Kanal zu werfen.  Untiefen schienen übrigens besonders unter Brücken vorzukommen.

Mit diesem Zwangsaufenthalt war das Butty Boat mit seinem Schlepper uns wieder voraus, nur um uns dann wieder im Wege zu sein, als wir ins Gas Street Basin einliefen. Aber was soll’s: wir hatten ja Zeit im Überfluss und nach einer „Ehrenrunde“ fanden wir dann einen schönen freien Liegeplatz.

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