England-Reise Frühjahr 2011 [285]   2 comments

Wie unser Wasserreiseführer [Waterways Guide, Vol. 2: Avon, Severn & Birmingham (Cheltenham, 2009) S. 144] uns schon gewarnt hatte: „[…] the Lapworth flight begins in earnest, with each of the next nine locks spaced only a few yards from its neighbour„:

locks

Lapworth Flight of Locks

Was man hier im Bild auch gut sieht, sind die verbreiterten Ponds, die das Land links von der jeweiligen Schleuse (fast) wie eine Insel aussehen lassen.

Hier kommt uns, was nicht sehr oft geschah, denn es herrschte nicht viel Bootsbetrieb auf den Kanälen und Flüssen, weil wir erstens außerhalb der englischen Schulferien unterwegs waren und sich zweitens wirkte die verschlechterte wirtschaftliche Lage in England in einem deutlichen Rückgang des Bootstourismus auswirkte, ein Boot entgegen. Es war immer vorteilhaft, insbesondere in Schleusentreppen, wenn einem ein Boot entgegenkam, weil dann die Schleuse schon voll Wasser war [wenn es, wie hier bei uns, für uns abwärts ging]. Das verkürzte die Scheusenzeit ganz erheblich, weil wir dann nicht erst warten mussten, bis die Schleuse sich gefüllt hatte. Zur „Schleusenetikette“ auf den Kanälen gehört es übrigens, immer darauf zu achten, ob einem ein Boot entgegenkommt, das die nächste Schleuse besser nutzen kann, weil die schon voll oder ggf. leer ist, jedenfalls so, das dieses Boot sofort einfahren kann. Es ist natürlich unhöflich, einem anderen Boot die schnelle Schleusung zu vermasseln, weil man diese Schleuse für sich selber voll- bzw. leerlaufen lässt und damit einerseits Wasser verschwendet und andererseits dem anderen Boot eine Wartezeit „beschert“.

Veröffentlicht Montag, Juli 30, 2012 von Pit in England, Lapworth Flight, locks, narrowboats, Stratford-on-Avon Canal, Travel

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2 Antworten zu “England-Reise Frühjahr 2011 [285]

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  1. Ein feines Bild, es vermittelt sehr gut die Stimmung, Lage, und die Größenverhältnisse. „Schleusenetikette“ ist gut, wenn es nur überall so höflich zugehen würde. Ich denke jetzt speziell an deutsche Autobahnen. In Amerika zeigen die Autofahrer viel mehr einer Motowayetikette“, oder?

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Bonn
    Hanne

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    • Hallo Hanne,
      danke für den Kommentar. Es geht auf den Kanälen wirklich höflich zu – normalerweise jedenfalls.
      Und hier in den USA auf den Highways normalerweise auch. Stimmt. Ich fahre hier gerne, weil eben nicht gedrängelt wird. Drängeln [hier „tailgating“ genannt] ist die große Ausnahme.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas nach „good ol‘ Germany“,
      Pit

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