Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [4] – Aachen   2 comments

Hier, abschließend zu unserer Unterkunft im Sporthotel zum Walde in Kornelimünster bei Aachen, noch ein Bild vom Vorgarten dieses Hotels:

zum walde

Sporthotel zum Walde

Wir hatten übrigens, das sei hier angemerkt, Aachen nur gewissermaßen als „Durchgangsstation“ eingeplant, weil uns die Fahrt von Abbot’s Salford nach Hamburg – wo wir etwas länger bleiben wollten, weil wir einen Freund von mir weiter im Norden besuchen wollten – zu lang war. Wir hätten entweder Abbot’s Salford in aller Herrgottsfrühe verlassen müssen, womöglich noch vor dem Frühstück, oder wir wären erst mitten in der Nacht in unserem Hotel in Quickborn bei Hamburg angekommen. Und so oder so wäre es die reine Hetzerei gewesen – also nicht das, was wir uns unter Urlaub vorstellen. Also war für Aachen nur ein voller Tag [= zwei Übernachtungen] eingeplant. Dass wir sogar diesen einen vollen Tag nicht haben würden, sollte sich dann noch herausstellen.

Und das kam so:

Während unseres gesamten Aufenthalts in England hatten wir es versäumt, u.A. deswegen, weil wir vom Boot aus kaum einmal die Chance hatten, per Internet online zu gehen und per Skype unseren Anrufbeantworter zuhause in Karnes City abzuhören. Zum ersten Mal haben wir dass dann im Hotel in Kornelimünster getan und mussten feststellen, dass uns ein „landman„, wie die Leute heißen, die sich um Grundstücksangelegenheiten [Pachtverträge] in Verbindung mit dem Ölboom hier kümmern, schon mehrfach zu erreichen versucht und dringend um einen Rückruf gebeten hatte. Also haben wir ihn am ersten Morgen aus Kornelimünster angerufen und er hat uns mitgeteilt, dass Mary ein wichtiges Dokument unterzeichnen müsse [damit sie (möglicherweise) noch in den Genuss der Erträge einer Ölquelle käme] und dass diese Unterschrift notariell beglaubigt werden müsse. Das hat dann natürlich hektische Aktivitäten unsererseits ausgelöst, denn es ging da (möglicherweise) um größere Summen über Jahre hinweg. Die Frist, zu der Alles unter Dach und Fach sein müsste, war der 31. Mai – und es war ja immerhin schon der 2. Mai als wir davon erfuhren. Was also tun? Nun, Gott sei Dank gibt es ja mittlerweile mehr als die Brieftauben aus früheren Zeiten und man ist auch nicht mehr nur auf den Postweg angewiesen, seit es das Internet und E-Mail gibt. Also hat der „landman“ uns das Dokument als E-Mail Anhang an meine E-Mail Adresse geschickt. Ich habe es auf einem USB-Stick gespeichert und bin damit zur Rezeption des Hotels. Die waren freundlicherweise sofort bereit, mir das Dokument auf ihrem Drucker auszudrucken. Einen Notar – im nahegelegenen Stolberg – hatte ich mittlerweile auch schon aufgetan und kontaktiert. Der war bereit, uns, sobald wir da sein konnten, die Unterschrift zu beglaubigen. Also nichts wie hin. Die Prozedur dauerte nun wirklich nicht lange, da fast alles seine Sekretärin machen konnte, nachdem der Notar selber einmal kurz aus einer Besprechung gekommen war und sich mit einem Blick auf Mary’s Pass von ihrer „Echtheit“ überzeugt hatte. Und dann hing’s darum, das Dokument mit dem notariellen Siegel – also dieses Mal im Original und nicht als PDF-Datei in einem E-Mail Anhang – wieder nach Karnes City bzw. nach Kenedy, unserem Nachbarort, wo der „landman“ sein Büro hat, zu schaffen, und zwar auf dem schnellsten Wege. Da würde unsere lahme Bundespost natürlich nicht helfen. Also sind wir auf UPS verfallen. In Weisweiler sollte es, so hatte ich herausgefunden, eine Verteil- und Annahmestation geben. Da aber UPS seine Stationen nicht im Stadtzentrum, sodenrn auf der grünen Wiese oder in Industriezentren hat – wofür unser Straßenatlas mal wieder nichts taugte – kamen wir so zu einer Sightseeing-Tour der Umgebung von Weisweiler. Es hat uns ca. eine dreiviertel Stunde gekostet, das Büro zu finden. Aber dann ging Alles so etwas von effizient, dass ich heute noch staune. Um 12:30 deutscher Ortszeit haben wir das Dokument abgegeben, und am nächsten Morgen um kurz nach 9 texanischer Zeit [das entspricht kurz nach 16:00 Uhr deutscher Zeit] – also nach gerade einmal etwas mehr als 24 Stunden – ist es in Kenedy dem Empfänger ausgehändigt worden! Dafür fand ich die Versandkosten von etwas über €55 noch nicht einmal (zu) hoch.

Nachtrag: geholfen hat es übrigens doch nichts, denn mit dem Papierkrieg hier war es zu spät und so haben wir an dieser Ölquelle keine Anteil. 😦

Mit all dem „Gedöns“ – wie der Rheinländer sagt – blieb uns dann aber nur noch der Nachmittag und Abend für Aachen selber.

2 Antworten zu “Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [4] – Aachen

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  1. So Schaaaaaade aber auch! Voll doof, finden S&S, so eine kurze Frist zu setzen.

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    • Hallo Dina,
      stimmt, ich muss Siri und Selma – widerwillg zwar – Recht geben. Es war natürlich viel zu kurz. Ließ sich aber einfach nicht ändern, weil wir ja eben auch noch Hamburg [auch nuir kurz] und Rügen besuchen wollten. Wir bemühen uns ja schon, unsere Reisen nicht nach dem „amerikanischen“ Motto „Europe in 14 Days“ zu planen, weil wir eben das, was wir uns ansehen, intensiver sehen wollen. Nur so ganz geht das dann eben doch nicht, weil wir nicht ständig unterwegs sein können. Es gibt ja hier auch noch Haus und Hof. Und dann wollen wir auch unsere Tiere nicht allzu lange alleine lassen. Also ist unsere Reiseplanung immer ein Kompromiss. Du siehst ja auch, wie wenig Zeit wir in diesem Jahr leider nur für Cley haben. Manches von dem, was wir besuchen, steht unter der Prämisse, dass wir uns anschauen, was wir bei einem späteren Besuch einmal eingehend besichtigen wollen. Das war auf der Reise im Frühjahr 2011 für Aachen und Hamburg so, und das wird auch in diesem Frühjahr wohl so sein in Bezug auf Cley und York.
      Liebe Grüße aus dem südlichen Texas, auch an Siri und Selma, und natürlich auch an Klausbernd, und Dir eine schöne Weiterreise [es ist doch schon bald so weit, oder?],
      Pit
      P.S.: Mary grüßt z.Zt. aus Kalifornien. Sie besucht da mal wieder ihre Tochter, während ich hier als Strohwitwer die Stellung halte.

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