Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [13] – Aachen

Nicht nur mit dem Dom und schönen Häuserfassaden hat Aachen Sehenswertes zu bieten, es ist auch eine Stadt deer (vielfältigen) Brunnen. Als ein besonders schönes Exemplar möchte ich hier den Brunnen „Kreislauf des Geldes„, 1976 von Karl-Henning Seemann geschaffen, präsentieren, zunächst mit einem Einzelbild, dann mit einer Galerie. Komplett habe ich diesen Brunnen nicht fotografiert: es waren einfach viel zu viele Leute drumherum als dass das eine schöne Aufnahme geworden wäre. Aber hier ist zumindest eine Hälfte:

aachen
Aachen: Brunnen „Kreislauf des Geldes“

Die Figuren repräsentieren u.A. Geld, Gier, Gönnerhaftigkeit und Bettelei, und in einer Gruppe [hier vorne links im Bild] erklärt ein Vater seinem Kinde den Umgang mit Geld. Die Kreioselbewegung des stets fließenden Wassers, gespeist aus einer Thermalquelle, symbolisiert den beständigen Fluss des Geldes.

Details der Figuren folgen als Galerie:

Wie es selbstverständlich nicht anders sein kann, wurde der Brunnen natürlich von einem Geldinstitut – der Sparkasse Aachen – finanziert.

 

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [12] – Aachen

Für die Aufnahme in der Schatzkammer des Aachener Doms gelten dieselben Probleme, die ich schon mit Aufnahmen aus dem Inneren des Doms hatte. Hier kam allerdings noch dazu, dass ich mangels eines Polfilters auch noch nit den Reflexionen in den Scheiben der Glasvitrinen zu kämpfen hatte. Apropos Polfilter: ich habe zwar eines, kann aber damit nicht umgehen. Da muss ich noch viel lernen!

Auch diese Bilder präsentiere ich einmal wieder als Galerie:

Klicken auf eins der Bilder öffnet die Diashow, und unter jedem Einzelbild findet sich dann eine Schaltfläche, um dieses in voller Auflösung ansehen zu können.

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [11] – Aachen

Auch im Inneren des Aachener Doms war das Fotografieren nicht ganz einfach: schließlich waren Blitz und Stativ nicht erlaubt. Also musste ich mich mit Bänken als Stativersatz zufriedengeben und/oder doch Verwackelungen in Kauf nehmen. Auch mit der Empfindlichkeit wollte ich nicht gerne höher gehen, um ein verstärktes Rauschen bei höheren ISO-Werten zu vermeiden. Ich bitte daher um Entschuldigung, dass die folgenden Bilder nicht so ganz scharf sind. Da sie aber doch einen kleinen Eindruck von der Pracht des Inneren des Doms zu Aachen wiedergeben, habe ich sie hier trotz aller ihrer Unzulänglichkeiten aufgenommen, allerdings nicht als einzelne Postings, sondern als Galerie. Ein Klicken auf ein beliebiges Bild öffnet dann die Diashow, und unter jedem Einzelnen dieser Bilder findet sich dann auch eine Schaltfläche, um dieses in voller Auflösung anzusehen.

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [10] – Aachen

Die Tür auf der Westseite des Aachener Doms

aachen
Aachener Dom: Westeingang

… hat ihre eigene Geschichte:

Die Sage geht, dass den Aachenern beim Bau des Doms das Geld ausging und dass sie daher einen Pakt mit dem Teufel schlossen: er würde ihnen die Vollendung des Bauwerks finanzieren, im Gegenzug dafür aber die Seele desjenigen beanspruchen, der den Dom nach Fertigstellung als Erster betreten würde. Clever wie die Aachener nun einmal sind – und wohl auch schon zur Zeit des Dombaus waren – fanden sie auch für dieses Problem eine Lösung: sie fingen einen Wolf und jagten diesen als Ersten in den Dom. Der Teufel griff zu und riss dem Wolf die Seele aus dem Leibe und merkte erst dann, dass er geleimt worden war. Daraufhin knallte er, außer sich vor Wut, die Domtüren so heftig zu, dass darin ein Riss entstand und ihm außerdem ein Finger abgerissen wurde und im Türgriff stecken blieb. Diesen kann man – so geht jedenfalls die Sage – auch heute noch in einem der als Löwenköpfe ausgebildenten Türgriffe fühlen. Wir haben es übrigens nicht ausprobiert!

Ich muss unbedingt noch mal hin, nicht so sehr, um auch selber nachzuprüfen, ob sich wirklich ein Finger in diesem Türgriff erfühlen lässt, sondern um diesen aus der Nähe aufzunehmen. Zwischenzeitlich empfehle ich für eine wunderschöne Nahaufnahme das Foto von Fotoperte PiWi in der Fotocommunity.

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [9] – Aachen

Der Dom zu Aachen, von Westen aus gesehen:

aachen
Dom zu Aachen – von Westen aus gesehen

So ganz ließen sich hier, sogar mit nachträglicher Korrektur der perspektivischen Verzerrung am Computer, die stürzenden Linien nicht eliminieren, ohne neuerliche andere Verzerrungen hineinzubringen.

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [8] – Aachen

Es war auch nicht ganz einfach, den Aachener Dom auf’s Bild zu bekommen, liegt er doch, eng umgeben von Häusern, inmitten der (Alt)stadt von Aachen. Hier der Blick vom Katschhof aus auf die Nordfassade:

aachen
Dom zu Aachen: Nordfassade

Hier in Aachen hätte ich mir manchmal doch ein noch extremeres Weitwinkelobjektiv gewünscht, um aus der Enge heraus doch noch jeweils die gesamten Gebäude auf’s Bild zu bekommen. Da waren die 10mm [entsprechend 15 mm bei 35-mm Kleinbildfilm] immer noch nicht genug, insbesondere weil ich häufig doch relativ weit zurückgegen musste, um stürzende Linien zu vermeiden. Da hätte dann ein Objektiv mit Perspektivkorrektur Not getan. Aber dazu fehlt mir dann doch das Geld!  😦

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [7] – Aachen

Das Rathaus war leider zu einem Teil – wegen Renovierungsarbeiten – verhüllt und außerdem abgesperrt – wegen der Verleihung des Karlspreises an Jean-Claude Trichet. Daher habe ich nur diese – nicht besonders schöne – Aufnahme:

aachen
Aachen: Rathaus

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [5] – Aachen

Nachdem also das Theater um die notariell beglaubigte Unterschrift auf dem Leasing-Vertrag uns den gesamten Vormittag und einen kleinen Teil des Nachmittags gekostet hatte, blieb von der ohnehin schon (zu) knapp bemessenen Zeit für Aachen wirklich nicht mehr viel übrig, und so reichte es nur zu einem „Kurzpflichtprogramm“, mit einem kleinen Rundgang und der Besichtigung des Doms und der Schatzkammer. Immerhin: eine Anregung für’s Wiederkommen.

Einmal ganz abgesehen vom Dom und vielen anderen Sehenswürdigkeitenhat Aachen auch schöne Hausfassaden zu bieten:

aachen
Aachener Fassaden [1]

Deutschland-Reise Frühjahr 2011 [4] – Aachen

Hier, abschließend zu unserer Unterkunft im Sporthotel zum Walde in Kornelimünster bei Aachen, noch ein Bild vom Vorgarten dieses Hotels:

zum walde
Sporthotel zum Walde

Wir hatten übrigens, das sei hier angemerkt, Aachen nur gewissermaßen als „Durchgangsstation“ eingeplant, weil uns die Fahrt von Abbot’s Salford nach Hamburg – wo wir etwas länger bleiben wollten, weil wir einen Freund von mir weiter im Norden besuchen wollten – zu lang war. Wir hätten entweder Abbot’s Salford in aller Herrgottsfrühe verlassen müssen, womöglich noch vor dem Frühstück, oder wir wären erst mitten in der Nacht in unserem Hotel in Quickborn bei Hamburg angekommen. Und so oder so wäre es die reine Hetzerei gewesen – also nicht das, was wir uns unter Urlaub vorstellen. Also war für Aachen nur ein voller Tag [= zwei Übernachtungen] eingeplant. Dass wir sogar diesen einen vollen Tag nicht haben würden, sollte sich dann noch herausstellen.

Und das kam so:

Während unseres gesamten Aufenthalts in England hatten wir es versäumt, u.A. deswegen, weil wir vom Boot aus kaum einmal die Chance hatten, per Internet online zu gehen und per Skype unseren Anrufbeantworter zuhause in Karnes City abzuhören. Zum ersten Mal haben wir dass dann im Hotel in Kornelimünster getan und mussten feststellen, dass uns ein „landman„, wie die Leute heißen, die sich um Grundstücksangelegenheiten [Pachtverträge] in Verbindung mit dem Ölboom hier kümmern, schon mehrfach zu erreichen versucht und dringend um einen Rückruf gebeten hatte. Also haben wir ihn am ersten Morgen aus Kornelimünster angerufen und er hat uns mitgeteilt, dass Mary ein wichtiges Dokument unterzeichnen müsse [damit sie (möglicherweise) noch in den Genuss der Erträge einer Ölquelle käme] und dass diese Unterschrift notariell beglaubigt werden müsse. Das hat dann natürlich hektische Aktivitäten unsererseits ausgelöst, denn es ging da (möglicherweise) um größere Summen über Jahre hinweg. Die Frist, zu der Alles unter Dach und Fach sein müsste, war der 31. Mai – und es war ja immerhin schon der 2. Mai als wir davon erfuhren. Was also tun? Nun, Gott sei Dank gibt es ja mittlerweile mehr als die Brieftauben aus früheren Zeiten und man ist auch nicht mehr nur auf den Postweg angewiesen, seit es das Internet und E-Mail gibt. Also hat der „landman“ uns das Dokument als E-Mail Anhang an meine E-Mail Adresse geschickt. Ich habe es auf einem USB-Stick gespeichert und bin damit zur Rezeption des Hotels. Die waren freundlicherweise sofort bereit, mir das Dokument auf ihrem Drucker auszudrucken. Einen Notar – im nahegelegenen Stolberg – hatte ich mittlerweile auch schon aufgetan und kontaktiert. Der war bereit, uns, sobald wir da sein konnten, die Unterschrift zu beglaubigen. Also nichts wie hin. Die Prozedur dauerte nun wirklich nicht lange, da fast alles seine Sekretärin machen konnte, nachdem der Notar selber einmal kurz aus einer Besprechung gekommen war und sich mit einem Blick auf Mary’s Pass von ihrer „Echtheit“ überzeugt hatte. Und dann hing’s darum, das Dokument mit dem notariellen Siegel – also dieses Mal im Original und nicht als PDF-Datei in einem E-Mail Anhang – wieder nach Karnes City bzw. nach Kenedy, unserem Nachbarort, wo der „landman“ sein Büro hat, zu schaffen, und zwar auf dem schnellsten Wege. Da würde unsere lahme Bundespost natürlich nicht helfen. Also sind wir auf UPS verfallen. In Weisweiler sollte es, so hatte ich herausgefunden, eine Verteil- und Annahmestation geben. Da aber UPS seine Stationen nicht im Stadtzentrum, sodenrn auf der grünen Wiese oder in Industriezentren hat – wofür unser Straßenatlas mal wieder nichts taugte – kamen wir so zu einer Sightseeing-Tour der Umgebung von Weisweiler. Es hat uns ca. eine dreiviertel Stunde gekostet, das Büro zu finden. Aber dann ging Alles so etwas von effizient, dass ich heute noch staune. Um 12:30 deutscher Ortszeit haben wir das Dokument abgegeben, und am nächsten Morgen um kurz nach 9 texanischer Zeit [das entspricht kurz nach 16:00 Uhr deutscher Zeit] – also nach gerade einmal etwas mehr als 24 Stunden – ist es in Kenedy dem Empfänger ausgehändigt worden! Dafür fand ich die Versandkosten von etwas über €55 noch nicht einmal (zu) hoch.

Nachtrag: geholfen hat es übrigens doch nichts, denn mit dem Papierkrieg hier war es zu spät und so haben wir an dieser Ölquelle keine Anteil.  😦

Mit all dem „Gedöns“ – wie der Rheinländer sagt – blieb uns dann aber nur noch der Nachmittag und Abend für Aachen selber.