England-Reise Frühjahr 2011 [23]

Der „Tudor Court“ im Morgenlicht:

Tudor Court
Der "Tudor Court" im Morgenlicht

Dieser Teil der Anlage stammt wohl aus dem frühen 17. Jahrhundert. Und auch dort sind Hotelzimmer. Ich wollte da aber nicht wohnen, und zwar nicht, weil ich zu faul war, über den Hof zu laufen, sondern weil ich im älteren – und m.E. schöneren – Teil des Hotels wohnen wollte. Na ja, was heißt hier schon „schöner“. Es war wohl eher meine Vorliebe für den Tudor-Stil des Hauptgebäudes und die verwinkelten Flure und Treppenhäuser darin, denn „schön“ sind die Zimmer im Tudor Court auch.

England-Reise Frühjahr 2011 [22]

Und hier schaut Mary aus dem Fenster unseres Badezimmers zu, wie ich aus dem Garten das Hotel fotografiere:

bathroom window
Mary im Badezimmerfenster

England-Reise Frühjahr 2011 [21]

Der ältere Teil des Gebäudes, aus dem 15. Jahrhundert, vom Garten aus gesehen:

Salford Hall
Der ältere Teil des Hotels

Nicht dass „älter“ weniger komfortabel heißen soll. In diesem, dem älteren Teil, erbaut ca. 1470 als Gästehaus für die Abtei von Evisham, haben wir bei unserem zweiten Aufenthalt in Salford Hall, nach unserer Narrow Boat Tour, gewohnt, und das Zimmer war mindestens ebenso komfortable wie das erste. Es war sogar deutlich größer: wir hätten glatt drin tanzen können. Eingericht war dieses Zimmer eher im viktorianischen Stil, und das Bad passte dieses Mal dazu. Dieser, der ältere Teil des Gebäudes, ist übrigens noch verwinkelter als der neuere.

England-Reise Frühjahr 2011 [20]

… und aus dem Seitenfenster schweifte der Blick über die Wiesen in Richtung Avon:

window
Blick aus dem Fenster Richtung Avon

ganz einfach nur „typisch englisch“, diese Landschaft!

England-Reise Frühjahr 2011 [19]

Aus dem Fenster hinter dem Bett ging der Blick auf den „Tudor Court“ …

window view
Blick durch's Fenster auf den "Tudor Court"

England-Reise Frühjahr 2011 [18]

Und das war dann unser Zimmer:

four poster
Das Bett, ein "Four Poster", und im Hintergrund der offene Kamin

Unser Zimmer hatte – so hatte ich es ja auch bestellt – dieses prima Himmelbett [ein „four poster„, wie die Angelsachsen dazu sagen]. Und auch mit den im angelsächsischen Raum üblichen dicken Matrazen: man muss schon richtiggehend ins Bett klettern. Dick heißt aber gar nicht unbedingt immer, dass diese Matrazen auch bequemer sind. Ansonsten bot das Zimmer noch einen offenen Kamin [ob der allerdings noch zu benutzen ist, möchte ich bezweifeln, denn schließlich haben die Zimmer ja alle Zentralheizung], die alten hölzernen und schwarzgestrichenen Balken in Wänden und Decke, sowie Stilmöbel, einen antiken Schrank, einen antiken Schreibtisch mit Spiegel und … einen ganz modernen Fernseher. Und auch das Badezimmer war designerisch der letzte Schrei: alles rund. Und die Toilette sah – bei geschlossenem Deckel – wie ein Ei aus! Und dass dieser „letzte Schrei“ beim Design manchmal doch sehr die Funktionalität beeinträchtigt, durften wir dann auch erfahren. Es brauchte schon etwas Übung, die Wasserhähne an den Waschbecken und in der Duche/Badewanne zu bedienen.

England-Reise Frühjahr 2011 [17]

Und so sieht das Hauptgebäude von Salford Hall [links übrigens der „Neubau“] aus der Nähe aus:

Salford hall
Salford Hall - Hauptgebäude

Der linke Teil ist, wie schon gesagt, der „Neubau“ von 1602. Der rechte Teil, in Fachwerk [„timber framed„] stammt wohl aus dem 15. Jahrhundert. Und in diesem Teil des Hotels, ganz oben links, über dem Erker, war unser Zimmer. Es war zwar etwas anstrengend, die Treppen [einen Lift gab es nicht] hochzusteigen, aber dafür entschädigte dann die Aussicht.

Rechts, im älteren Teil, haben wir dann nach unserer Bootstour gewohnt, im ersten Stock, direkt über der Bar [die unteren beiden Fenster]. Das erwies sich in der ersten Nacht leider als ganz schön unpraktisch, weil da eine ziemlich laute Truppe war, die uns immer wieder – bis so etwa 01:30 Uhr – mit lautem Reden und Lachen geweckt hat.

Aber zurück zum Positiven:

Salford Hall ist wirklich mein Lieblingshotel in England [knapp danach gefolgt von „The Shaven Crown“ in Shipton-under-Wychwood]. Es fängt schon bei der Außenansicht an: der Kontrast zwischen dem aus honigfarbenem örtlichen Sandstein – typisch für die Region der Cotswolds – gebauten „neuen“ Teil mit seinen bleiverglasten Fenstern und dem in Fachwerkstil [„timber framed„] erbauten älteren Teil mit seinen weißgetünchten Wänden und den schwarzgestrichenen Balken. Und dieser positive Eindruck setzt sich innen, in der Eingangshalle, fort, die – teils holzvertäfelt – geprägt wird von einem riesigen offenen Kamin, darüber ein prächtiger Gobelin und mit einer sehr gemütlichen Sitzgruppe davor, einladend zum Lesen der ausliegenden Zeitungen bei einem – wie sollte es auch in England anders sein – Tee.

Einladend für die „Tea Time“ – aber auch sonst – ist auch der ehemalige Innenhof, heute modern eingerichtet und überdacht, als „Conservatory„. Und dann wäre da noch die kleine aber gemütliche Bar, einladend für den Aperitif vor und weitere Drinks nach dem Essen im „Stanford Room„, einem der beiden Restaurants des Hauses, die beide eine ausgezeichnete moderne britische Küche servieren. Im „Stanford Room“ wird dann auch das Frühstück serviert, manchmal á la carte und manchmal als Büffet, aber immer gut englisch, mit all den Auswahlmöglichkeiten, die ein gutes „cooked breakfast“ bietet.

Und hier dann noch etwas zur lokalen Geschichte:

Abbot’s Salford [früher Salford Minor] und sein Nachbarort, Salford Priors [früher Salford Major], gehen beide zurück auf das schon im Jahr 708 [nach anderen Quellen 714] urkundlich erwähnte Saltford. Dieser Name leitet sich her aus „ford“ = „Furt“ und „salt“ = „Salz“, deutet also darauf hin, dass hier eine Furt des Salzweges von Droitwich nach Hillborough den Fluss Arrow durchquerte – und eine andere übrigens den Fluss Avon. Im Jahre 708 schenkte König Kenred von Mercia das Land dieser beiden Ortschaften der Abtei Evesham, die von Abt Sankt Egwin gegründet worden war. Salford Minor – also das heutige Abbot’s Salford – verblieb im Besitz der Abtei bis zur Auflösung der Klöster [Dissolution of the Monasteries] durch Heinrich VIII. Ca. 1484 hatte Abt William Upton hier ein Landhaus für die Mönche von Evesham erbauen lassen, ein Teil dessen heute in das Gebäude von Salford Hall einbezogen ist. Nach der Auflösung gingen die Abtei und alle dazugehörigen Ländereien, einschließlich Abbot’s Salford, im Jahr 1543 als Geschenk des Königs an Philip Hobby. Im letzten Jahr der Regierung Heinrichs VIII wurde Abbot’s Salford Salford an einen gewissen Anthony Littleton verkauft und ging dann später, durch Heirat, da Littleton keinen männlichen Erben hatte, an John Alderford, der den heutigen, den „neuen“ Teil von Salford Hall erbauen ließ. Auch John Alderford hinterließ keine männlichen Erben und so ging der Besitz – wiederum durch Heirat – an Charles Stanford, der das Gebäude endgültig fertigstellte. Die Familie Stanford – katholisch übrigens, ebenso wie die Alderfords, und auf der Seite der Royalisten im Bürgerkrieg – besaß das Gebäude bis zum Jahre 1811, als das Geschlecht der Stanfords ausstarb. Im Jahre 1803 [lt. anderen Quellen 1807] wurde das Gebäude an Nonnen, die aus dem französischen Cambrai herübergekommen waren und hier eine Konvent  einrichteten, ausgeliehen, die es bis 1838 nutzten. Aus diesem Grund ist das Gebäude übrigens unter Einheimischen immer noch als „The Nunnery“ bekannt. Nach dieser Zeit wechselte es im Laufe der nächsten 150 Jahre mehrfach den Besitzer, stand aber weitgehend leer, bis auf kurzfristige Vermietungen – gelegentlich auch bewohnt von Verwaltern – und verfiel daher zum Teil, bis es schließlich von Grund auf renoviert und saniert und in ein Hotel ungewandelt wurde.

Und abschließend noch ein paar Randbemerkungen:

Was ich erst im Nachhinein erfahren habe – und das ist schade, weil ich es gerne in Augenschein genommen hätte: Salford Hall hat eines der besten Exemplare eines „priest hole„, wohl zurückzuführen auf die Tasache, dass das Haus auch während der Reformation und der damit verbundene Verfolgung katholischer Priester im Besitz einer praktizierenden katholischen Familie war. Wie dem auch sei, ein „priest hole“ ist ein verborgenes Versteck für einen Priester. Her in Salford Hall verbirgt es sich hinter einem Wandschrank. Öffnet man die Tür zu diesem Schrank, so sieht man nichts als einige kleine Regale. Erst wenn man einen verborgenen Stift zieht, kann man die Rückwand einschließlich der daran befestigten Regale hoch- bzw. zurückschwingen und der Blick wird frei auf das Versteck, einen winzigen Raum von gerade mal 1,20 Metern Tiefe. Von innen konnte die Rückwand übrigens mit einem kräftigen Riegel gesichert werden.

priest hole
Das "Priest Hole" in geschlossenem Zustand
priest hole
Das "Priest Hole" in geöffnetem Zustand

Beide Bilder sind etnommen aus: Allan Fea, Secret Chambers and Hiding Places: Historic, Romantic, & Legendary Stories & Traditions About Hiding-Holes, Secret Chambers, Etc. (1901)

Und was ich auch erst im Nachhinein erfahren habe, aber das zu erleben, darauf kann ich gut verzichten: In Salford Hall geht es um – so sagt man jedenfalls. Unter Anderem soll es dort geben:

  • Kichernde Geister junger Mädchen im Bereich der Rezeption.
  • Das Gespenst einer Nonne soll das Untergeschoss heimsuchen.
  • Die Geister zweier Priester sollen oft im Hof gesehen worden sein.
  • Häufig sollen die Geister von Mönchen erschienen sein.
  • Der Geist eines Stalljungen soll in mehreren Räumen eine üblen Geruch hinterlassen.

Das Alles – und mehr Paranormales – kann man auch als Unterhaltung buchen: ein Abend und eine Nacht mit Wahrsagern, Kartenleser und Gespenstern.

England-Reise Frühjahr 2011 [16]

Nach langer Fahrt – insgesamt waren wir ja etwa 14 Stunden unterwegs gewesen – waren wir dann endlich da, und unser Hotel [Salford Hall Hotel] präsentierte sich durch den Torbogen [nicht die Autozufahrt, sondern nur ein Fußweg] des „Tudor Court“ so:

Salford Hall
Salford Hall Hotel: Blick auf das Hauptgebäude durch den Torbogen des Tudor Court

Und hier ein Zitat aus einer der Webseiten des Hotels:

Salford Hall Hotel- a fascinating Tudor manor almost unchanged by time.

Lovingly restored as a beautiful hotel located in the heart of Worcestershire close to Stratford upon Avon, Worcester and Evesham. The hotel holds a Grade 1 listing for architectural and historical interest and lies close to Stratford Upon Avon and Broadway, and the whole of the lovely Cotswolds and Shakespeare country are on the doorstep.

Salford Hall was originally built as a guest residence for the monks of nearby Evesham Abbey, probably in the time when Richard Hawkesbury was Abbott. Like many a mediaeval Friar Tuck he was noted for good living. It seems appropriate that the Hall should now become a luxury hotel since its founder had such a reputation for extravagant living.

Natürlich ist das, wie in jedem Werbeprospekt, etwas hochtrabend formuliert, aber das Hotel hat schon wirklich etwas Besonderes. Was mich daran immer wieder – ich war da ja schließlich schon in den 80er Jahren – fasziniert: wir waren im „Neubau“ untergebracht – und der datiert von 1602! Und was die Restaurierung des Gebäudes angeht: das ist wirklich ausgezeichnet gelungen. Mich beeindrucken immer wieder die alten, schwarz gestrichenen Holzbalken und die verwinkelten Treppen und Korridore.Wie ich in einem Forum gelesen habe, „The hotel is a rabbit warren of nooks, crannies and rooms, chilling orginal staircases and the most impressive priest hole I have ever seen!“ Und bei allem Alter: es ist absolut komfortabel und, was die „amenities“ angeht, auf dem neuesten Stand.

Der Empfang war, wie es sich für ein Hotel dieser Klasse gehört, freundlich und zuvorkommend. Ein „Problem“ gab’s aber doch: man konnte meine Vorausbuchung nicht finden – jedenfalls nicht unter Wilhelm P. Vins. Und das, obwohl ich die ausgedruckte Buchungsbestätigung hatte. Na ja, mit dem Buchungscode auf dem Ausdruck und der Hilfe einer zweiten Person an der Rezeption konnte sich der Manager in das Buchungssystem von Best Western einloggen und fand da des Rätsels Lösung: ich hatte zwar unter meinem Namen und auch mit meiner Kreditkarte gebucht, dann aber Mary’s Best Western Bonuskartennummer angegeben, und damit war die Registrierung vom System automatisch af Mary Hickok gebucht worden. Davon stand allerdings nichts auf dem Ausdruck meiner Reservierung. Nachdem das „Problem“ also schnell geklärt war, haben wir – mit Hilfe des Menschen an der Rezeption – unser gesamtes Gepäck [wir hatten eigentlich idiotisch gepackt, nämlich unsortiert, anstatt einen kleinen Koffer nur für die erste Nacht zu haben] zwei Etagen hoch über die etwas enge und verwinkelte Treppe in unser Zimmer geschafft – in ein Zimer, das uns ein ganz wohlwollendes „oh“ und „ah“ entlockte.

Wozu wir, müde wie wir nach der langen Fahrt waren, dann aber keine Lust mehr hatten, war, uns zu „restaurieren“ und umzuziehen und dann im „Stanford Room„, dem Restaurant des Hotels, unser Abendessen einzunehmen. Es wäre ja auch ein sehr spätes Abendessen geworden, und das liegt uns ohnehin nicht. So haben wir dann einfach auf dem Zimmer unseren restlichen Tagesproviant verzehrt, und ich habe mir aus der Bar zwei gute Gläser Bier geholt: endlich mal wieder „a pint of bittter„! Da hatte ich ja nun Jahre drauf gewartet. So kann ich leider nichts über die Qualität des Essens sagen, das sich auch bei unserem Aufenthalt im Hotel nach unserer Bootstour leider keine Gelegenheit ergab, dort zu Abend zu essen: am ersten Abend unseres zweiten Aufenthalts da hatten sie da eine größere Gesellschaft genau zu der Zeit, zu der wir gerne essen wollten [und für später hatten wir keine Lust], und an den folgenden Abenden kamen wir erst zu spät von useren Ausflügen zurück. Schade drum, denn die Speisekarte sah gut aus: „französisch angehauchte“ englische Küche.

Dass wir beim unserer zweiten Ankunft nicht zur von uns gewünschten Zeit zu Abend essen konnten, hat uns zunächst etwas enttäuscht, denn die vorgebuchte Gesellschaft hatte nur 27 Personen – und im „Stanford Room“ gibt es mehr als 27 Plätze, und darüberhinaus hat das Hotel zwei Restaurants. Da hatten wir nun doch gedacht, man könne uns zwei zusätzlich zu den 27 anderen Gästen noch versorgen. Aber wie uns der General Manager von Best Western in einer E-Mail erklärte, nachdem ich in meiner Beantwortung des Fragebogens zur Qualität des Hotels darauf hingewiesen hatte, war es eher, dass man uns nicht zu lange auf unser Essen warten lassen wollte, weil ja nun einmal die Mitglieder der vorgebuchten Gruppe alle zur selben Zeit ihr Essen bekommen sollten. Wenn es nicht so viele Personen auf einmal sind, dann hat es die Küche ja wirklich leichter, in angemessener Zeit das Essen bereitzustellen. Ich fand es übrigens sehr bemerkenswert, dass das management mir diese E-Mail zukommen ließ, nachdem ich einen Online-Fragebogen ausgefüllt hatte. Man achtet da wohl doch noch auf Kundenbindung.

Mehr über Abbot’s Salford, Salford Hall und den Erbauer des „Neubaus“, John Alderford, findet sich hier.

England-Reise Frühjahr 2011 [15]

Auf dem Autodeck, vor dem Einsteigen, noch schnell ein Bild vom „Chauffeur“, …

Chauffeur
Der "Chauffeur"

… bevor es dann weiter geht, in England, auf die Autobahn Richtung London, mit Ziel Abbot’s Salford – etwas hinter Oxford.

Um 15:42 englischer Zeit waren wir übrigens da. Hier in England gab es keine Zollkontrolle mehr – die hatten wir ja schon in Frankreich hinter uns gebracht.

Das Fahren auf der linken Straßenseite erwies sich – ich kannte das ja schon von früher her – als völlig unproblematisch. Wenn ich danach gefragt werde, ob es schwierig ist, sage ich immer, „Nein, absolut nicht, denn jeder fährt da ja links.“ Ist zwar eine Binsenweisheit, stimmt aber. Ich habe damit wirklich nur einmal Probleme gehabt, und das war mitten in der Nacht, bei absoluter Dunkelheit, als ich mit einer 180-Grad Kurve von einem Feldweg auf eine Landstraße eingebogen bin. Da bin ich dann allerdings für ein paar Sekunden auf der falschen, also auf der rechten Straßenseite gelandet. Aber da weit und breit kein Verkehr war, war das nun nicht weiter problematisch. Und hätte ich andere Autos und deren Lichter gesehen, wäre es ja auch gar nicht passiert.

Unsere Route in England: von Dover über die A20 in Richtung Folkestone, dann über die M20, M26 und M25 [London Orbital] an Heathrow [da gab’s noch einmal etwas Stau, war aber bei Weitem nicht so schlimm wie um Brüssel herum] vorbei auf die M40. Ursprünglich hatten wir ja unterwegs noch Rye [soll ein wunderschönes Städtchen sein, das schönste der Cinque Ports] besichtigen wollen, aber weil wir ja nun mal mit anderthalb Stunden Verspätung in England waren, haben wir den Plan fallen gelassen. Dann ging’s an Oxford vorbei auf der A40 und auf der A44 über Chipping Norton, Moreton-in-Marsh und Bourton-on-the-Hill nach Evesham. In Evesham und kurz danach hatten wir ein wenig Schwierigkeiten, den richtigen Weg zu finden. Aber relativ schnell fanden wir uns wieder zurecht und kamen auf der A46 [Richtung Stratford-upon-Avon] über die B439 durch Salford Priors nach Abbot’s Salford mit unserem Ziel, Salford Hall Hotel, wo wir um 20:10 bei Kilometerstand 43.048 ankamen.

Noch ein Erlebnis am Rande: auf dem Autobahnring um London herum mussten wir tanken. Und wir wollten gerade damit anfangen, als an der anderen Seite der Zapfsäule jemand Diesel zu tanken begann und aus der Säule Qualmwolken kamen. Während der Mann auf der anderen Seite schleunigst den Tankvorgang abbrach und sein Auto an eine andere Säule fuhr, bin ich in die Tankstelle gerannt und habe denen an der Kasse zugerufen, dass aus der Säule Rauch kommt, nur um ganz ruhig entgegnet zu bekommen, „Wissen wir.“ Aber das war auch absolut Alles. Getan haben die gar nichts. Und passiert ist weiter auch nichts.