England-Reise Frühjahr 2011 [330]

Mary Arden’s House/Farm: Impressionen [9]: zum Abschluss dieser Serie über Mary Arden’s Farm in Wilmcote noch der Taubenschlag [allerdings ohne „Bewohner“]

dovecote
Mary Arden’s Farm: Taubenschlag

Der Erläuterung, die dort für Besucher aushing, zufolge war dieser Taubenschlag [„dovecote“ oder „pigeon-house“ genannt] ein Beweis für den (hohen) gesellschaftlichen Status der Familie Palmer, da das Halten von Tauben ursprünglich  dem „Lord of the Manor“ und dem Klerus vorbehalten war. Dieser Taubenschlag hier war aus örtlichem Kalksteinabfall errichtet und bot Nistgelegenheiten für  mehr als 650 Tauben. In der Mitte des Dachs findet sich eine sogenannte „Laterne“ oder auch „louvre“  genannt, die den Tauben den Zu- bzw. Ausgang gewährleistete. Um die Eier – und natürlich auch die Vögel selbst, deren Fleisch eine willkommene Ergänzung des Winterspeiseplans bot – einsammeln zu können, gab es in der Mitte des Taubenschlags eine rotierende Leiter, die sich um einen zentralen Pfahl, „potence„, drehen ließ. Der Taubenschlag wurde regelmäßig gereinigt und der Vogelmist war ein wertvolles Düngemittel, besser geeignet als alles Andere für Pflnazen und Saatgut.

England-Reise Frühjahr 2011 [325]

Mary Arden’s House/Farm: Impressionen [6]: wie schon vorher gesagt, Mary Arden’s Farm widmet sich auch der Erhaltung und Pflege einheimischer Nutztierrassen. Die Rasse „Tamworth Pigs“ gehört, weil sie zwar einen guten, weil wenig fetthaltigen, Schinken produziert, sich aber modernen Haltungsmethoden nur bedingt unterwirft, zu den gefährdeten Rassen. Lt Wikipedia gibt es in England nur noch etwa 340 Tiere.

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Tamworth Pigs

England-Reise Frühjahr 2011 [324]

Mary Arden’s House/Farm: Impressionen [5] – die Farm ist, wie man es so nennt, heutzutage ein „living history museum„, d.h. man sieht nicht nur Ausstellungsstücke [und wenn es ein Misthaufen ist  ;)], sondern z.B. auch das Vieh der damaligen Zeit, und Personen in zeitgenössischen Kostümen führen Arbeiten aus, die auch damals auf einer Farn zu sehen gewesen wären.

Mary Arden's Farm
Mary Arden’s Farm: ein „lebendiges“ Museum

England-Reise Frühjahr 2011 [323]

Mary Arden’s House/Farm: Impressionen [4] – ungewöhnlich und zugleich sehr schön fanden wir die Einfassungen der Blumenbeet in Vorgarten, mit Reet bzw. Reisig

Mary Arden's House
Mary Arden’s House: Blumenrabatte im Vorgarten

England-Reise Frühjahr 2011 [322]

Mary Arden’s House/Farm: Impressionen [3] – die Rosen an der Vorderseite von Mary Arden’s House/Farm

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Kletterrosen und Fachwerk

England-Reise Frühjahr 2011 [320]

Mary Arden’s House/Farm: Impressionen [1] – das Hauptgebäude von der Rückseite

Mary Arden's House
Mary Arden’s House & Farm: Hauptgebäude

Mary Shakespeare, geb. Arden, war die Mutter William Shakespeares. Ob dieses Haus, auch als Mary Arden’s Farm oder auch heutzutage, nach seinem früheren bzw. wirklichen Besitzer zu Shakespeares Zeit, Palmer’s Farm genannt, wirklich ihr Haus war, ist unter Historikern umstritten. Aber wie auch immer, dieses „living museum„, wie man es in England nennt, gibt einen guten Einblick in das Leben einer begüterten Familie der damaligen Zeit.

Hier ein paar weiterführende Links: