England-Reise Frühjahr 2011 [185]

Von oben hatte man dann einen ganz wunderbaren Ausblick über das idyllische Tal des Severn:

bridgnorth
Bridgnorth: das Tal des Severn

Schon Charles I hat zum Ausblick von Bridgnorth High Town aus bemerkt, „The finest views in all my kingdom.“

England-Reise Frühjahr 2011 [182]

Wie schon gesagt, wir sind ein wenig am Ufer des Severn entlang spaziert:

Bridgnorth
Dieser Brücke verdankt Bridgnorth seinen Namen

Bridgnorth Low Town liegt ganz idyllisch am Ufer des Severn. Im Mittelalter und auch noch in der Neuzeit war der Fluss hier und noch wesentlich weiter stromaufwärts [bis jenseits von Shrewsbury und – unter günstigen Bedingungen – sogar bis nach Wales hinein] schiffbar, heutzutage aber nicht mehr. Der Severn kann, nach starken regenfällen im Einzugsgebiet, insbesondere in Wales, stark anschwellen, aber dann ist er so reißend, dass natürlich auch keine Schiffahrt möglich ist. Die Stadt [urkundlich zum ersten Mal im Jahr 895 erwähnt und als Stadt gegründet im Jahr 1101] hat ihren Namen daher, dass sie an einer Brücke über den Severn entstand, die nördlicher gelegen war als die von Quatford.

England-Reise Frühjahr 2011 [121]

Und dann – wir wollten ja noch nach Worcester, eine Strecke von 17 Meilen mit allerdings nur zwei Schleusen, also eine kalkulierten Fahrtdauer von etwa 6 Stunden – war es an der Zeit aufzubrechen. Um 12:30 Uhr hieß es „Leinen los!“, und um 12:45 Uhr waren wir an der Schleuse vom Avon in den Severn – nur um feststellen zu müssen, dass wir ein paar Minuten zu spät dran waren: der Schleusenwärter [hier in Tewkesbury ist der einzige noch vorhandene Schleusenwärter auf dem gesamten Avon] hatte von 13 bis 14 Uhr Mittagspause, und die letzte Schleusung ist eine Viertelstunde vor Beginn der Mittagspause. Die hatten wir dann wohl ganz eben verpasst. Also hieß es anlegen und sich in Geduld üben. Narrowboat-Reisen heißt eben „Eile mit Weile!“ und ist gerade deshald so erholsam – wenn man denn abschalten und die Hektik des Alltaglslebens hinter sich lassen kann, was uns überhaupt nicht schwer gefallen ist. Während wir also vor der Schleuse am Ufer lagen, fing es übrigens an zu regnen. Gott sei Dank aber weder viel noch lange. Und dann, pünktlich um 14:00 Uhr. kam der Schleusenwärter und wir wurden ein paar Fuß tiefer auf das Niveau des Severn heruntergeschleust.

Avon Lock
In der Schleuse in Tewkesbury

Hier sehen wir dann auch Edie – den Bordhund – und unsere Mitfahrer seit Wyre Piddle zum letzten Mal: sie fuhren den Severn abwärts nach Gloucester, während wir ja nach Worcester, also flussaufwärts wollten.

Der Schleusenwärter meinte übrigens, wir würden es wohl kaum bis Worcester schaffen, da die Schleuse von Diglis [direkt vor Worcester] repariert würde und daher nur alle 4 Stunden geschleust würde. Er riet uns, in Upton-upon-Severn zu übernachten, aber wir wollte auf jeden Fall näher an Worcester herankommen. Auf dem Severn haben wir dann etwas „auf die Tube gedrückt“ – abr davon später, bei den Bildern vom Severn.